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Beitragvon alicia » 3. Aug 2010, 22:35

Kräuter und ihre Verwendung mit Z:
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Re: Z

Beitragvon alicia » 3. Aug 2010, 22:42

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Zitronengras

Das Zitronengras (Cymbopogon citratus, Syn.: Andropogon citratus DC.), auch Westindisches oder Guatemaltekisches Lemongras oder Sereh genannt, ist eine mehrjährige, einkeimblättrige Pflanze und gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae).

Die medizinische Bezeichnung lautet Herba Andropogonis.

Verwendung:

Küchenfertiges ZitronengrasDie schilfartigen Blätter werden vor allem frisch in der Küche als Gewürz verwendet. Getrocknetes Zitronengras ist in Stücken oder gemahlen im Handel, weist aber nur schwaches Aroma auf.

Die langen, frischen Blätter werden in Asien (zum Beispiel in Thailand) auch zur Erzeugung durstlöschender Teegetränke verwendet. In der Küche werden nur der saftige Stiel und die Basis der Blätter genutzt.

Der Geschmack ist frisch und zitronenartig mit einem Hauch von Rosenduft. Es verleiht damit zubereiteten Speisen einen besonders rundes Aroma. Typisch ist es für viele vietnamesische und indonesische Gerichte. In Mitteleuropa ist die Geschmacksrichtung eher unbekannt und wird als exotisch empfunden.

Sein ätherisches Öl hat einen zitronenähnlichen Geruch und Geschmack und enthält überwiegend Citral (bis über 80 %) und bis zu 20 % Myrcen.

Die ätherischen Öle von Zitronengras und anderen aromatisch duftenden Süßgräsern werden auch in abschreckenden Mitteln gegen Stechmücken (Repellents) verwendet.
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Re: Z

Beitragvon alicia » 3. Aug 2010, 22:50

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Zimt

Zimtstangen vom Ceylon-ZimtbaumDer Zimt (v. mittelhochdeutsch zinemin; lateinisch cinnamomum, altgriechisch κιννάμωμον (kinnámōmon), aus dem Semitischen; niederdeutsch, vor allem für den Stangenzimt, auch Kaneel, französisch cannelle „Röhrchen“) ist ein Gewürz aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen, insbesondere des Echten oder Ceylon-Zimtbaums (Cinnamomum verum J. S. Presl). Zur Gewinnung von Zimtöl werden kleinere Äste und auch die Blätter verwendet.

Zimt kommt gemahlen als typisch braunes Pulver oder ganz als Zimtstange oder Stangenzimt (zusammengerolltes, röhrenförmiges Rindenstück) in den Handel. Allerdings ist er aufgrund des schädlichen und häufig in Fertigprodukten verwendeten Cassia-Zimts zurzeit wegen der teilweise hohen Gesundheitsrisiken stark in der Diskussion.

Verwendung:

Zimt wird hauptsächlich zur Aromatisierung von Heißgetränken (Tee) und Alkoholika verwendet, in der indischen und vorderorientalischen Küche auch für Fleischgerichte. Man benutzt die Rinde (lateinisch Cinnamomi Cortex) des Ceylon-Zimtbaums und zwar deren dünne Innenschicht zwischen Borke und Mittelrinde, die sich röhrenartig zum Stangenzimt (bzw. zur Zimtstange oder Zimtröhre) zusammenrollt, sobald sie vom Holz getrennt wird. Es werden sechs bis zehn Stück der feinsten Innenrinde ineinandergeschoben, und man lässt sie trocknen. Je dünner die Rinde, um so feiner ist das Aroma, das die Stange abgibt. Diese Zimtrollen lassen sich lange verwenden, weil sie ihr Aroma nur langsam verlieren. Um die Qualität zu bestimmen, gibt es für den Ceylon-Zimt ein eigenes Wertmaß (Einheit: Ekelle). Der beste Zimt wird mit den Nummern (Ekellen) 00000 bewertet, dann sinkt die Qualität bis Ekelle 0, dann weiter über I bis Ekelle IV. Vom Zustand der Rollen hängt der Erzeugerpreis maßgeblich ab. Der nach Europa importierte Gewürz-Zimt wird vielerorts als Qualität „Hamburg“ bezeichnet und gilt als schlechteste verfügbare Qualität der Rollen, unterscheidet sich jedoch geschmacklich nicht von den anderen Qualitätsstufen, sobald er gemahlen ist. Für den europäischen Markt wird der Zimt fast immer gemahlen. Er ist bei uns vor allem in Verbindung mit Zucker, für Süßspeisen, Gebäck und Glühwein gebräuchlich, seltener für herzhafte oder scharfe Speisen oder Fleischgerichte.


Gesundheitsrisiken:
In Zimt – vor allem im billigeren Cassia-Zimt (auch: chinesischer Zimt) – ist das als gesundheitsschädlich geltende Cumarin enthalten. In Fertigprodukten wird fast ausschließlich dieser aus China, Indonesien oder Vietnam stammende Cassia-Zimt verarbeitet. Der Cumarin-Anteil beider Zimtsorten unterscheidet sich erheblich: Während er bei dem Cassia-Zimt bei ca. 2 g Cumarin pro kg liegt, finden sich in der gleichen Menge Ceylon-Zimt nur ca. 0,02 g Cumarin.

Cumarin kann bei Einnahme in den Blutkreislauf Kopfschmerzen, Leberschäden, Leberentzündungen und, wie in wahrscheinlich nur bedingt auf den Menschen übertragbaren Tierversuchen mit Ratten festgestellt wurde, in sehr hohen Dosierungen sogar Krebs verursachen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wirft der Lebensmittelindustrie vor, aus Kostengründen den billigeren Cassia-Zimt anstelle des teureren Ceylon-Zimts einzusetzen. Die Lebensmittelindustrie bestreitet jedoch den Vorwurf mit dem Argument, dass Cassia-Zimt vor allem wegen seines hervorragenden Geschmacks eingesetzt werde. Auch überstehe das typische Zimtaroma den Backprozess besser. Weiterhin sei es schon aus mengenmäßigen Gründen nicht möglich, den Ceylon-Zimt zu verwenden, da dieser dafür zu selten sei.
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